Skizzen zum neuen Verkehrskonzept

Heimplatz, Zürich

Vom Verkehrsplatz zum Kulturplatz

Der Heimplatz, Durchgangsort zwischen Verkehr und Kulturbetrieb von internationalem Rang, soll zu einem Platz der Künste werden. Chipperfields Erweiterungsbau ergänzt das alte Kunsthaus und das Schauspielhaus zu einem klaren städtebaulichen Rahmen. Er wird der Ausgangspunkt der neuen Platzgestaltung. In einem Studienauftrag wurden Lösungen für die funktional höchst komplexe Situation gesucht.

Eine effizientere Verkehrsführung bildet die Grundlage des zweitplatzierten Entwurfs von ASP, Basler und Hofmann und Van de Wetering. Sie schafft den nötigen Gestaltungsspielraum, um die gesamte Fläche als Platzraum wahrnehmbar und nutzbar zu machen: Als stufenlos begeh- und befahrbaren Platz mit unterschiedlichen Aufenthaltsqualitäten, der nach wie vor – doch nicht mehr nur – als Verkehrsknoten funktioniert.

Die Gestaltung spannt das das Platzgefühl über Nutzungen und Verkehrsflächen hinweg von Fassade zu Fassade und generiert ein schlichte, inhaltlich durch das Kultur-Umfeld aufgeladene Grosszügigkeit. Der denkmalgeschützte Marmorboden vor dem Kunsthaus gibt die Materialwahl für den gesamten Platz vor. Zusammen mit den skulpturalen Bänken wird er zum prägenden Platzelement mit feinen Differenzierungen im Verlegemuster. Für Atmosphäre und Leben sorgen die Aktivierung der Platzränder und die Betonung der freien Mitte: Breite Promenaden vor den drei Kulturgebäuden umgreifen die zentrale Insel, auf der Bäume verschiedener Arten und Wuchsformen aus der schieren Fläche einen Raum mit Charakter machen.

Auftraggeber

Stadt Zürich, Tiefbauamt

Ort

Zürich

Zeitraum

2018/2019

Leistungen

Studienauftrag im Einladungsverfahren 2018/2019
2. Rang

Zusammenarbeit

Städtebau:
Van de Wetering Atelier für Städtebau, Zürich

Verkehrsplanung:
Basler & Hofmann AG

↗ Informationsseite der Stadt Zürich
↗ www.wetering.ch
↗ www.baslerhofmann.ch