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Wohnen im Alter, Fahrwangen

Eine Laube im Hof auf dem Hof

Im dörflichen Fahrwangen entsteht eine genossenschaftliche, altersgerechte Wohnsiedlung. Ähnlich der Struktur der benachbarten Bauerngehöfte gruppiert der städte-, oder besser: dorfbauliche Entwurf die Neubauten zu einem lockeren Gebäudeensemble. Das Konzept adaptiert die räumlichen Qualitäten der vorgefundenen ländlichen Bautypologien und Landschaftstypologien: Die auskragenden Dächer der lokalen Bauernhofarchitektur; den Bauerngarten mit seinem engen, funktionalen Bezug zu den Bauten; die typische Eingangssituation eines Gehöfts mit Vorplatz und Hoflinde; die Obstwiese am Übergang zwischen Kulturland und bebautem Land. Die Baukörper bilden einen gemeinschaftlichen Hof, Plätze und hochwertige, von den Dachüberständen beschattete Zwischen-Räume. Linden markieren den Vorplatz bei der Zufahrt und den rückwärtigen Platz. Der Hof mit den Bauerngärten wird zum gefassten Raum in der Weitläufigkeit der angrenzenden Landschaft, Lauben und Sitzplätze mit Hofblick bieten Privatsphäre. Spazierwege zwischen Obstbäumen ergänzen den Wohn- und Aussenraum zum Lebensraum. Freiraum und bebauter Raum verflechten sich zu einem funktionalen, spezifischen Ort ländlicher Prägung und Struktur. Gewohnte Bilder aus der Erfahrungswelt der zukünftigen Bewohner bleiben hinter der Neuinterpretation der Situation erkennbar.

Auftraggeber

Wohnbaugenossenschaft Oberes Seetal WGOS

Ort

Fahrwangen

Zeitraum

2014 Projektwettbewerb auf Einladung, 1. Preis
ab 2015 Realisierung 1. Etappe

Leistungen

Wettbewerb, 1. Preis
Vorprojekt ab 2015

Zusammenarbeit

Architektur: Lengacher Emmenegger Partner AG, Luzern

↗ Lengacher Emmenegger Architekten