Analyse o Legende
Historische Entwicklung
Historische Entwicklung
1975 Skizzen a
Konzeptplan
Konzeptplan
Entwurfsskizzen zu den verschiedenen Strassenraumtypologien
Entwurfsskizzen zu den verschiedenen Strassenraumtypologien
1975 Seestrasse horw Visu Untere_Spisse_130909 web
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Seestrasse Horw

Perlenfischer im Strassenraum

Ungestörten Seeblick, exklusive Wohnqualität und problemlose Anfahrt wünschen sich die Anwohner der Seestrasse. Sonntagsspaziergänger suchen in dem wichtigen Naherholungsgebiet auf der Horwer Halbinsel Ruhe und Nähe zum Vierwaldstätter See, Sportler attraktiven Bewegungsraum am Ufer.

Wo früher gelegentlich ein Traktor fuhr, sind heute komplexe Nutzungkonflikte zu lösen. Die Sanierung der Seestrasse soll in daher ein Gestaltungs- und Betriebskonzept gefasst werden, das den aussichtsreichen Verkehrsraum möglichst konfliktfrei nutzbar macht und seinen besonderen Charakter herausschält.

Abschnitte verschiedenster Arten und Stimmungen reihen sich an der Seestrasse aneinander: Zwischen belebteren Siedlungsräumen, extensiven Freizeitanlagen und grosszügigen Villengärten öffnen sich  Blickfenster auf den See, hier und dort reicht die voralpine Kulturlandschaft mit Wald und Riedwiesen bis ans Ufer und bildet Naturräume von grosser Schönheit.

Das Konzept entwickelt dieses Prinzip der Zonen zum Charakteristikum der Seestrasse weiter. Der durchgängige Strassenraum wird auch zum differenzierten Erlebnisraum für den Langsamverkehr. Die „Fenster zum See“ und die „landschaftlichen Perlen“ werden zu regelmässigen parkartigen Zäsuren im Siedlungsraum und relativieren den linearen Charakter der Strasse. Trägermaterial der wechselnden Raumcharaktere ist der Strassenbelag: Abschnitte mit Landschaftsbezug erhalten einen warmen, beigen Belag, von der Bebauung geprägte Bereiche den klassischen schwarzen Asphalt. Betonbänder machen den Übergang zwischen den Belagsarten zum sanften Schnitt im Strassenbild. Auch die Strassenquerschnitte werden den verschiedenen Strassenraumtypen angepasst und unterstützen über ihre optische Wirkung das Geschwindigkeitsreglement. Die Weisserle wird zum charakteristischen Baum der Seestrasse. Abwechselnd mehrstämmig, mit tief ansetzender Krone oder als hoch aufgeasteter Strassenbaum eingesetzt, betonen und individualisieren die Bäume die Zonen, machen die Strasse vom Durchgangsraum zum durchgängigen Lebensraum.

Zwischen Panoramastrasse, Naherholungsgebiet und Quartierstrasse, zwischen Siedlungsraum und Landschaft, Durchfahrt und Aufenthalt changiert die neue Seestrasse. Von charakterstarken Bäumen begleitet und dennoch nicht klassische Uferpromenade, holt sie in ihrer Vielfalt  die Eigenheit und Vielgestaltigkeit des Ortes ins Blickfeld der Nutzer, ohne dabei an Funktionalität und Sicherheit einzubüssen.

Auftraggeber

Gemeinde Horw

Ort

Horw

Zeitraum

2012-2013
Betriebs- und Gestaltungskonzept
Umsetzung offen

Leistungen

Betriebs- und Gestaltungskonzept

Zusammenarbeit

Metron Verkehrsplanung AG

↗ www.metron.ch