Fotografie: Lucas Peters
Fotografie: Lucas Peters
Fotografie: Lucas Peters
Fotografie: Lucas Peters
Fotografie: Lucas Peters
Fotografie: Lucas Peters
Fotografie: Lucas Peters
Fotografie: Lucas Peters
Fotografie: Lucas Peters
Fotografie: Lucas Peters
Fotografie: Lucas Peters
Fotografie: Lucas Peters
130423_1958_präsentation
1958 Riedmatt Ebikon Schnitt AA korr Web
1958 Riedmatt Ebikon Schnitt 2
1958 Riedmatt Ebikon Schnitt 3
Modell Platz
Modell Platz
Modell Platz
Modell Platz
Modell Platz
Modell Platz
Die Hocker für den Platz entstehen. Foto: Thomas Roesler
Die Hocker für den Platz entstehen. Foto: Thomas Roesler
Die Pflanzelemente für den Platz entstehen
Die Pflanzelemente für den Platz entstehen

Riedmatt

Das Zentrum der Linie

Als klassisches ‚Strassendorf‘ vor den Toren Luzerns ist Ebikon linear orientiert. Die vierspurige Zentralstrasse durchzieht die Ortschaft geradlinig, die historische Dorfstrasse windet sich etwas weniger zielstrebig durch die Wohnquartiere. Alle Zeichen, die der Ort seinen Besuchern und Anwohnern setzt, stehen auf Durchfahrt. Mit dem neuen Gemeindehaus und dem zugehörigen Gemeindehausplatz erhält die lineare Struktur einen Kern, der Kondensationskeim für die Stärkung und Belebung des Ortszentrums werden soll. Aus verschiedenen grundlegenden städtebaulichen Varianten kristallisierte sich die Idee des Kerns als adäquate Lösung für Ebikon heraus.

Die Detailgestaltung des Platzes stärkt die Identität des Ortes, indem sie Bezug zu seinem Wahrzeichen schafft: dem nahen Rotsee. Etwas nach hinten versetzt liegt im Zentrum des neuen Platzes ein hochwertiger Aufenthaltsraum, gleichsam eine mit den Uferpflanzen des Sees bewachsene Insel im grünlichen Split-Belag. In Anlehnung an die typische Form von Erlen, die an Ufern wachsen – mit ihren massiven, vom Wasser aus dem Untergrund herausgewaschenen Wurzelballen und dem schmalen, fast stelzenartig wirkenden Stamm – erhalten die Erlen auf dem Platz einen kräftigen Fuss: Drei vor Ort von einem Holzgestalter geformte Pflanzgefässe zeichnen das Wuchsbild der Erlen nach und stilisieren es zum hochwertigen, zentralen Gestaltungs- und Sitzelement. Eingebettet in Iris, Seggen und andere ufertypische Arten schaffen die Erlengruppen Seeuferatmosphäre und prägen den Charakter des Platzes.

Das Prinzip der amorphen Holzformen wiederholt sich nicht nur in den auf dem Platz verteilten Sitzelementen aus Holz. Vor den geschlossenen Fassaden des Gemeindehauses und der Post stehen mit Blütensträuchern bepflanzte Holzgefässe gleicher Machart. Sie beleben das Bild der Fassade mit einem zarten Vegetationsschleier aus weiss blühenden Traubenkirschen, einer Art, die ebenfalls häufig am Wasser zu finden ist.

Eine Baumreihe entlang der Strasse markiert die Ortsmitte auch für den Autoverkehr deutlich. Zum Platz hin lichtet sich die Reihe und öffnet den Blick auf das neue Dorfzentrum.

Auftraggeber

Gemeinde Ebikon, Pensionskasse Denner, Zürich

Ort

Ebikon

Zeitraum

2011: Direktauftrag
2015: Fertigstellung

Leistungen

Vorprojekt, Bauprojekt, Baueingabe

Zusammenarbeit

Hornberger Architekten AG, Zürich
Halter Generalunternehmung, Zürich
Holzelemente: Thomas Roesler, Markdorf (D)

↗ Zum Beitrag auf www.landezine.com
↗ www.hornberger.ch
↗ www.halter-unternehmungen.ch
↗ www.thomas-roesler.com