121218_150011-250_Übersichtsplan touristische Aufwertung
Bereich Dorni. Visualisierung: Margit Müller
Bereich Dorni. Visualisierung: Margit Müller
130125_150011-255_Freiraumgestaltung Dorni
Bereich Wolfsprung. Visualisierung: Margit Müller
Bereich Wolfsprung. Visualisierung: Margit Müller
130125_150011-251_Freiraumgestaltung Wolfsprung
Bereich Petersort. Visualisierung: Margit Müller
Bereich Petersort. Visualisierung: Margit Müller
130125_150011-252_Freiraumgestaltung Petersort
Bereich Ort. Visualisierung: Margit Müller
Bereich Ort. Visualisierung: Margit Müller
130125_150011-253_Freiraumgestaltung Ort
Bereich Schiferenegg. Visualisierung: Margit Müller
Bereich Schiferenegg. Visualisierung: Margit Müller
130125_150011-254_Freiraumgestaltung Schiferenegg

Alte Axenstrasse

Panoramastrasse – Panorama mit Strasse

Eine der berühmtesten Berg- und Seenlandschaften der Schweiz ist heute bezeichnenderweise unter dem Namen einer Strasse bekannt: der Axenstrasse. Imposante Tiefblicke in azurblaues Wasser, alpine Fels- und Waldlandschaften, im historischen Bewusstsein der Schweiz tief verwurzelte Bilder prägen die Uferlandschaft am Vierwaldstätter See ebenso wie die massiven Stützkonstruktionen der alten Strasse. Die meisten Menschen erleben all das im Vorbeifahren.

Die Neue Axenstrasse N4, die grossenteils durch Tunnel geführt wird, soll die bestehende Route vom massiven Durchgangsverkehr der Nord-Süd-Achse entlasten. Sie setzt damit das landschaftliche und touristische Potenzial einer prototypischen Schweizer Landschaft wieder frei. Denn auf der alten Axenstrasse kehren sich mit dem Bau der Umfahrung die Prioritäten: Aus  der Strasse mit Panorama soll eine Panoramalandschaft mit lokaler Erschliessungsstrasse werden; aus der eiligen Durchreise ruhige Betrachtung.

Neben der gestalterischen Eingliederung der neuen Strasse in die Landschaft unterstützt die landschaftspflegerische Begleitplanung vor allem den Wandel der alten Axenstrasse. Flankierende Massnahmen loten die Potenziale der sensiblen Landschaft aus und berücksichtigen dabei die für alpine Strassen und Wege typischen Risiken. An ehemaligen Durchfahrtsorten entstehen neue Aufenthaltsqualitäten. Landschaftliche Schönheiten und Panoramen, die bislang hinter pragmatischen Anforderungen des Verkehrs verschwanden, werden neu erschlossen und an das Wanderwegnetz angeschlossen. Aussichtspunkte und Zugänge zum See machen die Landschaft in ihrer ganzen Dimension erlebbar. Als  Ausgleich für die Baumassnahmen an der neuen Axenstrasse werden aber auch voralpine Lebensräume ökologisch aufgewertet und besser vernetzt. Die alte Axenstrasse wird von der landschaftlichen Barriere zur attraktiven Veloroute und zur Erschliessung für Anwohner und Feriengäste. Das langsamere Tempo der Erholung Suchenden macht einen besonderen Aspekt der Strasse sichtbar: Sie ist Zeitdokument alpiner Strassenbau- und Ingenieurkunst. Das massive Bauwerk mit der historischen Anmutung ist Teil des Landschaftsbildes zwischen Natur- und Kulturlandschaft geworden.

 

Auftraggeber

ASTRA Bundesamt für Strassen, Kanton Schwyz Baudepartement, Kanton Uri Baudirektion

Ort

Zwischen Ingenbohl und Gumpisch

Zeitraum

2010 Planersubmission
2012–2013 Auflageprojekt
2025 voraussichtlicher Projektabschluss

Leistungen

Flankierende Massnahmen alte Axenstrasse
im Rahmen der landschaftspflegerischen Begleitplanung
Neue Axenstrasse N4
Stand Vorprojekt

Zusammenarbeit

Edy Toscano AG
INGE Axen:
Ingenieurbüros
Lombardi AG
Locher AG
ARP AG
B+S AG
BG AG

↓ Tagesanzeiger online vom 27.5.2013