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Lukaskirche Luzern

Städtebauliches Facelifting

Mitten im Luzerner Hirschmattquartier nahe dem Bahnhof bilden sie ein städtebaulich bedeutsames Dreigespann: Die Hochschulbibliothek, die Lukaskirche und der historische Park Vögelisgärteli. Schon im architektonischen Entwurf der Lukaskirche ist der Aussenraum als integraler Teil des Gesamtkonzeptes angelegt. Mit der Sanierung der Kirche, einem bedeutenden Bau der Frühmoderne der Architekten Alfred Möri und Karl-Friedrich Krebs, werden folgerichtig auch die Aussenräume instandgesetzt und aktuellen Anforderungen angepasst.

Die Aussenraumgestaltung stellt die ursprüngliche Ruhe und Klarheit der Gesamtanlage wieder her, indem sie die übergreifenden Räume, Linien, und Bezüge der Originalgestaltung freistellt. Der ehemalige Garten und heutige Parkplatz vor dem Kirchgemeindehaus wird mit den bestehenden Steinen neu gepflästert. Das ruhige Muster und die subtile Gliederung lassen den Parkplatz bei Nichtgebrauch als Platz wirken. Neben dem Kirchen-Eingang wird der Vorplatz zum Vögelisgärteli von den später hinzugefügten Hecken befreit und so wieder zum beidseitig offenen, einladenden Ort der Begegnung. Von hier führt eine Treppe hinab zum Garten des Lukassaals. Er soll zum offenen, transparenten Aussenraum des intensiv genutzten Saales werden. Die Hecken vom Vorplatz finden hier neue Verwendung. Sie vermitteln als gestufter, grüner Körper zwischen dem Platz und dem eingesenkten Garten und geben der Grünfläche einen überblickbaren Rahmen. Die bestehenden, bemoosten Granitplatten werden in freiem, sich an den Rändern auflösendem Verbund in der Wiese neu verlegt, bilden eine Terrasse und einen Weg. Gräser, eine neue, mehrstämmige Birke und die bestehenden Zwiebelpflanzen schaffen Gartenatmosphäre.

Der ehemalige Pfarrgarten und heutige Garten des Kirchgemeindehauses ist seiner Lage und Nutzung gemäss als zugänglicher, doch introvertierterer Rückzugsraum gestaltet. Eine kleine Treppe führt in den leicht erhöhten Garten. Die Ergänzung der bestehenden Baumreihe entlang der dreiseitig rahmenden Buchshecke schafft in formaler Anlehnung an das Thema des Kreuzganges eine pflanzliche Fassung, die bestehenden Platten bilden darunter einen Weg und Aufenthaltsraum. Ein Staudenbeet und eine Magnolie im Rasen vervollständigen die stille Gartenwelt.

Der Entwurf arbeitet im wahrsten Wortsinn mit dem Bestand. Klare Form und gärtnerische Finesse verbinden alte und neue Materialien und Elemente zu einem lebendigen, vielschichtigen Aussenraumensemble.

Auftraggeber

Reformierte Kirche Luzern

Ort

Luzern

Zeitraum

Direktauftrag 2014

Leistungen

Alle Leistungsphasen

Zusammenarbeit

Architektur
Lengacher Emmenegger Architekten
Luzern

↗ www.le-ar.ch