© Lucas Peters
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Landhaus Bocken

Der stille poetische Reiz der Landschaft im Garten

Im Garten des Anwesens oberhalb des Zürichsees überlagern sich Spuren aus verschiedensten Zeiten. Einst Kurhaus, dann beliebtes Ausflugsziel mit Trinkhalle, schliesslich herrschaftlicher Wohnsitz wechselnder Besitzer, ist das barocke Gebäude heute Konferenz- und Tagungszentrum, der Garten ist öffentlich zugänglich. Räumlich und in der Nutzung klar definierte Gartenzimmer prägten den Aussenraum, wie er 1914 nach dem Entwurf des Gartenarchitekten Paul Hermann Schädlich entstand – doch Umbauten, Verwaldung, Verfall und Wachstum hatten die Räume und ihre Atmosphäre verunklärt.

Im Rahmen der gartendenkmalpflegerischen Sanierung wurden die Gartenräume geschärft und neu belebt. Aktuelle Nutzungen und Gartenbilder wurden der bestehenden Struktur zugeordnet, zugewachsene Blickbezüge zum See und den Glarner Alpen freigestellt, Mauern und Treppen in historischer Bauweise saniert. Differenzierte Ersatz- und Neupflanzungen machen die spezifische Atmosphäre der einzelnen Räume heute wieder spürbar. Dabei blieben bestehende Bilder und Pflanzengattungen wie Wein, Rosen, oder der voralpine Wald aus Lärche und Bergahorn erhalten. Neupflanzungen orientieren sich dagegen an modernen Landschaftsbildern und Sehgewohnheiten wie beispielsweise dem heute allgegenwärtigen Bild der vergandenden Alpweide, die Thema der neuen Baumunterpflanzungen ist. So schreibt die Sanierung die Geschichte des Gartens auf Basis von Schädlichs Leitgedanken weiter: «Den stillen und poetischen Reiz der Landschaft» in den Garten zu holen.

Ort

Horgen

Zeitraum

2010: Planung
2011–2012: Realisierung Etappe 1
Etappe 2 offen

Leistungen

Entwicklungsleitbild, Vorprojekt, Bauprojekt, Ausschreibung, Ausführungsplanung, Realisierung

Zusammenarbeit

Gartendenkmalpflegerische Voruntersuchung:
Büro für Gartendenkmalpflege, Steffen Osoegawa, Zürich
Sanierung und Instandstellung Mauerwerk:
mattec, Bruno Portmann, Schinznach-Dorf

↗ www.bocken.ch
↗ www.gartendenkmalpflege.com
↗ www.mattec.ch